fokus:boulder

24.8.2021

Unser Herzensprojekt Stressprävention durch Bouldern entwickelt sich stetig weiter und hat den Namen „fokus:boulder“ erhalten.

Hier möchte ich nun kurz beschreiben, worum es dabei geht und warum wir uns gerade für das Medium Bouldern entschieden haben:
Gemeinsam mit Fabian Steffen und dem Steinbock Konstanz habe ich in den letzten Monaten ein Programm ausgearbeitet, bei dem einerseits Informationen zum Thema Stress(-prävention) vermittelt werden und andererseits die Inhalte zu diesen Themen durch spezielle Übungen im Rahmen des Boulderns direkt erlebbar gemacht werden.
In 8 Einheiten gehen wir jeweils ein stressrelevantes Thema an, wie beispielsweise der Selbstwahrnehmung, dem Umgang mit Ängsten sowie mit Erfolg und Misserfolg oder dem sinnvollen Setzen von Zielen. Bei all diesen Themen hat jeder Mensch angelernte Bewertungs- und Verhaltensmuster, die meist ganz automatisch und unbewusst ablaufen und einen großen Einfluss auf unser Befinden haben, z.B. Stress.
Anschließend geht es dann an die Boulderwand: Die Routen beim Bouldern werden auch „Probleme“ genannt, die erfolgreich gelöst werden wollen. Dabei werden Ziele gesetzt und es muss mit Erfolgen und Misserfolgen umgegangen werden. Und da wir uns ohne Sicherung in teils überhängenden Wänden bewegen spielt auch Angst auf natürliche Weise eine wichtige Rolle dabei. In diesen Beispielen zeigt sich, wie die Themen, die auch im Alltag auf individuelle und oft komplexe Weise zu Stress führen, beim Bouldern auf eine vereinfachte und damit verstehbare Weise wiederzufinden sind.
Nun spielt das Thema Achtsamkeit eine besondere Rolle in unserem Kurs. Darunter verstehen wir eine Haltung der wertfreien Wahrnehmung dessen, was jetzt gerade „ist“: Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse, Körpererleben… Es geht dabei um eine bewusste Fokussierung der Aufmerksamkeit auf das „hier und jetzt“. Achtsamkeitstraining ist eine wissenschaftlich gut geprüfte Methode zu Stressprävention und auch dafür bildet das Bouldern auf ganz natürliche Weise einen Ansatzpunkt. Denn wenn wir über dem sicheren Boden in einer senkrechten Wand hängen, kommen wir ganz von allein in eine achtsame Wahrnehmung der aktuellen Situation.
Bei fokus:boulder trainieren und nutzen wir eine Haltung der Achtsamkeit, um unsere Bewertungs- und Verhaltensmuster, die durch die Boulderübungen aktiviert werden, bewusst wahrzunehmen und zu hinterfragen. Was bewerte ich als Erfolg oder Misserfolg? Wie wirkt sich diese Bewertung auf mein Stresserleben aus und wie würde sich eine andere Bewertung auswirken? Wie gehe ich mit mir um, wenn ich Angst empfinde? Gibt es Alternativen dazu?
Durch dieses Vorgehen werden also nicht „einfach nur“ allgemeine Informationen vermittelt, sondern die Inhalte sind für jeden Teilnehmer mit seinen individuellen Themen „live“ erlebbar und es bietet sich die Chance in dem geschützten Raum der Gruppe die ersten Änderungen gefahrlos auszuprobieren.
Bei der gemeinsamen Reflektion am Ende jeder Einheit werden die neuen Erfahrungen mit dem Erleben im Alltag verknüpft, um durch die neuen Erfahrungen Änderungen im alltäglichen Erleben einzuleiten. 

Und neben alledem macht Bouldern ja auch noch Spaß…

Wir arbeiten also weiter an der Fertigstellung und hoffen, schon bald den ersten Kurs von fokus:boulder starten zu können.


Bouldern als Stressprävention

20.5.2021

Aktuell stehe ich in intensiver Zusammenarbeit mit Fabian Steffen von Lösungsraum-Konstanz.

Gemeinsam arbeiten wir an einem achtsamkeitsbasierten Stresspräventionsprogramm. Unter dem Einsatz der einzigartigen Sportart Bouldern können dabei Konzepte der Stressprävention hautnah erlebt, erprobt und vertieft werden. Und Spaß macht das ganze auch noch!
Sobald die Pandemie es zulässt, realisieren wir dieses Angebot zusammen mit unserem Partner der Steinbock Konstanz.